Diese Website dokumentiert eine laufende Untersuchung. Sie ist kein fertiges
Lehrbuch und erhebt nicht den Anspruch, alle behandelten Fragen abschließend zu
beantworten.
Gegenstand und Ziel
Untersucht werden Aussagen, Begründungen und historische Erfahrungen, die mit
der Freiwirtschaft in Verbindung stehen. Dabei wird weder vorausgesetzt, dass
diese Aussagen zutreffen, noch dass sie widerlegt sind.
Nicht die Verteidigung einer Theorie ist das Ziel dieser Arbeit, sondern die
möglichst ehrliche Untersuchung ihrer Aussagen.
Grundsätze der Untersuchung
Aussagen werden nach ihrer Begründung bewertet. Maßgeblich sind die
Nachvollziehbarkeit der Argumente, die Qualität der Quellen und die Frage, ob
Beobachtungen oder Daten die jeweilige Aussage stützen.
Weder Zustimmung noch Ablehnung durch Mehrheiten ersetzen eine sachliche
Prüfung. Auch die Bekanntheit oder Stellung einer Person ist für sich genommen
kein Beleg. Autoritäten können auf wichtige Erkenntnisse hinweisen, ihre
Aussagen müssen jedoch ebenso geprüft werden wie andere Aussagen.
Die Untersuchung ist nicht an die Verteidigung einer bestimmten
Wirtschaftsschule gebunden. Übereinstimmungen und Widersprüche werden
festgehalten, ohne daraus vorab ein Gesamturteil abzuleiten.
Mehrere Blickwinkel
Ein Thema kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Dazu gehören
insbesondere:
- der historische Zusammenhang einer Aussage
- ihre theoretische Begründung
- verfügbare empirische Beobachtungen
- Einwände und alternative Erklärungen
- Grenzen der vorhandenen Quellen und Daten
Diese Blickwinkel werden möglichst getrennt dargestellt. So soll erkennbar
bleiben, worauf eine Einschätzung beruht und an welchen Stellen unterschiedliche
Deutungen möglich sind.
Einordnung der Ergebnisse
Der Stand einer Aussage wird mit einer der folgenden Kategorien bezeichnet:
- Gesichert / belegt: Die Aussage ist für den genannten Umfang durch belastbare Quellen oder unmittelbar nachprüfbare Tatsachen getragen.
- Sehr plausibel: Mehrere starke, voneinander unabhängige Gründe oder Belege sprechen für die Aussage; eine letzte Unsicherheit bleibt.
- Plausibel: Die Aussage ist nachvollziehbar und wird durch Hinweise gestützt, die Beleglage erlaubt aber noch kein belastbares Urteil.
- Umstritten: Begründete, nicht miteinander vereinbare Einschätzungen bestehen fort oder das Ergebnis hängt wesentlich von strittigen Annahmen ab.
- Hypothese: Die Aussage formuliert eine prüfbare Vermutung oder mögliche Erklärung, deren Bestätigung noch aussteht.
- Widerlegt / verworfen: Relevante Gegenbelege oder ein nachgewiesener Fehler tragen die Aussage nicht mehr. Sie bleibt aus Gründen der Nachvollziehbarkeit dokumentiert.
- Offen: Quellen, Daten oder Argumente reichen noch nicht für eine Einordnung aus.
Der Status bezieht sich immer auf eine konkrete Aussage, nicht pauschal auf einen Autor oder eine Theorie. Eine theoretisch konsistente Erklärung ist nicht automatisch empirisch bestätigt. Eine frische Beobachtung ist nicht automatisch verifiziert; ein guter älterer Beleg ist nicht automatisch noch aktuell.
Provenienz, Konflikte und Frische
Vor einer Änderung werden Herkunft, Fundstelle und Prüfzeitpunkt erfasst. Abweichende Angaben werden als historisch, gleichzeitig gültig, ungeklärt oder widersprüchlich eingeordnet. Relevante ungeklärte Konflikte bleiben sichtbar.
Umgang mit Fehlern
Fehler und unzureichend begründete Einschätzungen können auch bei sorgfältiger
Arbeit entstehen. Werden sie erkannt, sollen sie nachvollziehbar korrigiert
werden.
Begründete Einwände werden unabhängig davon geprüft, ob sie eine bisherige
Einschätzung bestätigen oder infrage stellen. Unsicherheiten und offene Fragen
werden benannt, statt durch eine scheinbar eindeutige Antwort verdeckt zu
werden.
Ziel ist eine Darstellung, die zwischen Belegen, begründeten Einschätzungen,
Kontroversen und ungeklärten Fragen unterscheidet.
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